ARTventskalender

1. Dezember 2021
Abbildung by David Morsi

ARTventskalender

– 24 Künstler:innen live in Aktion –

Als Teil des diesjährigen Winterprogramms am Ebertplatz werden vom  vom 1. bis zum 24. Dezember täglich Künstler:innen eine komplette Plakatwand (18/1 Format) in der Ebertplatzpassage live gestalten. Vorangegangen war dem Projekt ein OPEN CALL, bei dem es rund 70 Einsendungen gab. 24 wurden ausgewählt, sodass – in Anlehnung an die Idee eines Adventskalenders – jeden Tag ein Türchen mit einer künstlerische Gestaltung umgesetzt werden kann. Die Ebertplatzpassage verwandelt sich hierdurch in der Winterzeit in eine begehbare Freiluftgalerie mit wechselnden Motiven.
Parallel werden wir hier eine digitale Galerie mit Fotos der gestalteten Wände, zusammen mit den jeweiligen Biographien der Künstler:innen, aufbauen.

Wer gezielt bei einer Gestaltung zuschauen möchte, ist herzlich eingeladen dies zu tun. Alle teilnehmenden Künstler:innen sind im folgenden aufgelistet. Sie starten mit i.d.R. zwischen 13 und 15 Uhr mit der Gestaltung. 

1 Dezember: Andrea Dettmar & Ulf Neumann

Andrea Dettmar hat am Goldsmith College London und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, sie lebt und arbeitet in Köln. Ulf Neumann hat an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe studiert, er lebt und arbeitet in Köln. www.ulf-neumann.com

Vor Ort Gestaltung: Subjektive Ereigniskarte des Platzes: Als Grundlage dient eine Skizze des Ortes, Beobachtungen in kurzen textlichen Vignetten, Skizzen und Fotos auf der Karte werden hier verortet. Im Verlauf entsteht ein dichtes Bild der Ereignisse, das die Komplexität des Platzes widerspiegelt.

2 Marco Robbert Roos

Marco Robbert Roos ist Autodidakt. Mit Ausnahme von einem Jahr am Niederländischen „de Ateliers“. Seitdem malt Roos im Kölner Atelier. Internet = Instagram: @marcorobbert

Vor Ort Gestaltung: Freie Malerei

3 ANITA! (Anita Leib)

*Krankheitsbedingt verschiebt sich die Gestaltung um wenige Tage

ANITA! – is an artist, musician and author. Born in Romania, she grew up in the Rhineland. The all-round artist and graduate of the Academy of Media Arts Cologne, studied art history and archaeology in Berlin and London, as well as painting with Peter Zimmermann. Influenced by her experiences with migration and uprooting, her work revolves around alienation processes, metaphysical homelessness and the endless colours of forlornness across genres.
Instagram |  Homepage

Vor Ort Gestaltung: Die bestehende Zeichnung „The Pills Won’t Work Anymore“ wird auf der Plakatwand im großen Maßstab reproduziert.

 

4 Eva Afifah

As an Indonesian Muslimah, Eva Afifah upholds the significance of being heard and counted for everyone. She constantly reminds us that it is crucial to be critical in everyday life because the future reflects our daily practices. After completing her degree in communication design at Central Saint Martins College of Arts and Design, she established Esstisch Studio in Aachen. Eva now works in her little studio while actively advancing her practice in Köln International School of Design. See more of her works here. She’d love to hear from you by email.

Vor Ort Gestaltung  „Mein Ebertplatz“: In this Projekt, we are trying to rethink Ebertplatz in an alternative future. People who walk by will be ask to imagine an alternative ebertplatz and share their opinion. Ideas will be translated into an illustrative map during the live session.

 

5 Florian Fausch

Florian Fausch wurde 1981 in Zürich geboren. Er studierte von 2001-2008 an der Kunstakademie Düsseldorf. Seither lebt und arbeitet er in Düsseldorf.

Vor Ort Gestaltung „Abendsonne“: Utopische Architekturlandschaften, deren Regeln nach eigenen Gesetzmässigkeiten funktionieren; es sind Orte und Nicht-Orte zugleich, die um den Begriff des Bildes kreisen. Vertraut und doch so fremd laden sie dazu ein, sich offenen Auges im Bildraum zu verlieren. So entsteht eine Gleichzeitigkeit verschiedener Ebenen.

6 Tobias Hahn

Tobias Hahn (*1980 in Oelde, Deutschland) lebt und arbeitet als Künstler in Köln. Vorrangig mit den Medien Malerei und Zeichnung beschäftigt er sich mit der Reduktion von Form und Text auf die Essenz der kommunikativen Bildsprache. Homepage  || Instagram

Vor Ort Gestaltung: Die Wandarbeit „LNSLRGBLUE“ basiert auf dem Gestus des Schreibens, dieser wird entkoppelt und als Bewegungsimpuls genutzt, um Strukturen und Ordnungssysteme zu erzeugen. Auf einer dunkelblau grundierten Fläche entstehen nach und nach fragmentarische Linien und Konstrukte. Am Ende steht ein Netz nicht mehr entschlüsselbarer Informationen.

 

7 Anton Maria Althoff aka Pusher Tony

Anton Althoff: Inspiriert von Curtis Mayfield’s Pusherman und der fiebernden Energie der 80er Jahre entstehen seit 2013 im Hause Pusher Tony Kunstwerke auf unterschiedlichsten Medien. Egal ob auf Hauswand, Stoff oder unter der Haut- die Botschaft darf gerne aufrühren und nimmt häufig aktuelle Missstände und Gewissenskonflikte des digitalen Zeitalters ins Visier. Gemeinsam mit dem befreundeten DJ-Kollektiv Bummbock bespielt der gebürtige Kölner gerne Kölner Clubs und Bars, die im Glanze der Nacht mit Musik und monochromen Werken versehen werden und schließlich, mit Hilfe von Tapetenkleister, ihren Weg auf die Straßen finden. Eine alte Lagerhalle in Köln-Zollstock bietet aktuell für ihn und zwei alte Freunde die kreative Spielwiese.

Vor Ort Gestaltung: „Deleting my mental health to focus more on my socialmedia“ Ein kleiner Hinweis mit Twist für ein großes Thema der jungen Generation. Die Arbeit soll einen Denkanstoß geben, und Betrachter*In für den Zusammenhang mentaler Gesundheit und übermäßigem Socialmedia-Konsum sensibilisieren.

 

8 Katja Tönnissen / Anna Weber

Tönnissen und Weber studierten gemeinsam bis 2015 an der Kunstakademie Düsseldorf und erhielten beide ihren Meisterschüler von Prof. Andreas Schulze.

>>Mehr zu Katja Tönnissen: Homepage || Instagram
>>Mehr zu Anna Weber: Homepage || Instagram

Vor Ort Gestaltung „Sketchbook/1“: Seit ihrem gemeinsamen Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf sind die beiden Künstler:innen eng miteinander befreundet. In Zeiten des Lock-Downs erfolgte  ihr Austausch oft in elektronischer Form: Sie schickten sich gegenseitig Fotos und Skizzen, kommentierten und collagierten diese und schickten sie anschließend zurück. So ist unter anderem die gemeinsame Arbeit Sketchbook/1 entstanden – ein Werk, dass die gemeinsame Sehnsucht nach Sonne, Wärme, Entspannung und Erholung ausdrückt.


9 Katharina Jahnke

Katharina Jahnke (1968 in Berlin geboren) beschäftigt sich in ihrer medienübergeifenden Arbeit mit Phänomenen wie surrealen Zusammenstößen, Conan-Doyle-hafter Verkettung von Bedeutungen und Eindrücken und lexikalischer Erfassung von Beobachtungen des Alltags. Bei alldem geht es um Konstrukte zwischen Erinnerung und Imagination und Wunsch und Wirklichkeit. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Köln.  Homepage | Instagram 

Vor Ort Gestaltung „stars look different(…two, one, liftoff)“: Die Collagezeigt einen Affen, der versonnen?, melancholisch? sehnsuchtsvoll? eine Discokugel betrachtet, der Schatten der Kugel ist hinter ihm zu sehen (kleines Winken zum Höhlengleichnis). Um ihn herum fliegen Eis- und Schneekristalle, – komisch wie einerseits doch relativ aussichtslos und andererseits doch umso beharrlicher der Schnee zu Weihnachten erwartet wird. Die intendierten Assoziationen der Materialcollage weisen in viele Richtungen: Hoffnung, Sehnsucht, Warten, der Mensch und seine Rolle in Bezug auf Verantwortung, Vorfahren und Zukunft, Natur und Vergnügen.
Das Textzitat entstammt dem Lied „Space Oddity“ von David Bowie. Das Warten in Form des Countdowns erinnert nicht nur an das Abzählen eines Adventskalenders….. Commencing countdown, engines on (five, four, three) Check ignition and may (…) love be with you (two, one, liftoff)

10 Yohan Holtkamp

Yohan Holtkamp (*1999) lebt in Köln und studiert an der Kunsthochschule für Medien. Seine künstlerischen Schwerpunkte liegen in der Erforschung von Material, Körper und Queerness durch Lyrik, Video und Installation. Er veröffentlichte bereits in mehreren Anthologien und Magazinen.

Vor Ort Gestaltung „Auf Irgendwas“: Warten und Sehnsucht begleiten uns sowohl in der Adventszeit, als auch in der Pandemie. In der Stadt, in der Berührung und Begegnung zur Zeit unmöglich scheinen und wir uns stets fremdbestimmt und hilflos fühlen, bietet die Interaktion mit dem Kunstwerk einen sinnlichen Ausbruch und ein ephemeres Zurückgewinnen von Handlungsfähigkeit.

11 Gruppe CargoCult

CargoCult sind Andrea Huyoff *1976 und Sarah Weber *1977. Sie leben und arbeiten in Berlin. Andrea Huyoff studierte Bildende Kunst an der der Kunstakademie, Düsseldorf. Sarah Clara Weber studierte Film an der Hochschule für Film, Babelsberg. Homepage

Vor Ort Gestaltung: Eine Doppel-Seite der von den Künstler:innen entwickelten Enzyklopädie befasst sich mit dem Thema Adventskalender und dem Ebertplatz, indem sie direkt in unmittelbarer Umgebung des Ortes nach diesem Thema sucht und dieses bildlich und textlich wiedergibt. Dieses Format der Enzyklopädie braucht und sucht Erweiterung in ortsspezifischen Präsentationen.

12 Lena Heeschen

Lena Heeschen studierte bis 2011 Architektur und Bühnenbild/Szenischer Raum. Nach Jahren in der professionellen Theaterszene löste sie sich von der Rolle als Bühnenbildnerin, um neue szenische Formate zu entdecken und eigenständige Werke zu schaffen. Seit August 2021 ist sie Atelierstipendiatin am Kunsthaus Troisdorf. Homepage  |  Instagram

Vor Ort Gestaltung “ VAKUUM I: FEST DER LIEBE „: Aus 144 Einzelteilen setzt sich Stück für Stück ein Gesamtbild zusammen. Das so entstehende Szenario mit dem Titel  VAKUUM I: FEST DER LIEBE  öffnet den Passant:innen freie Assoziationsräume. Die Auseinandersetzung mit Vergangenem und Verlust, mit Zukunftsängsten und dem Nicht-agieren wird sichtbar. Der Begriff der Abwesenheit steht im Mittelpunkt der Arbeit und selbst nach dem Aufkleben des letzten Bildteils bleiben Leerstellen zurück.

13 Doris Frohnapfel

Doris Frohnapfel studierte Kunst und Architektur in Köln, Rom und Aachen. Ausgehend vom Fotografischen entwickelt sie interdisziplinäre Werkgruppen, Installationen und Publikationen. Es sind Zeugnisse und Verdichtungen einer subjektiven Wahrnehmung, die wiederum neue, aktuelle Wahrnehmungen erzeugen.

Vor Ort Gestaltung „Dystopia_2021“: Die Autoren dystopischer Geschichten wollen oft mit Hilfe eines pessimistischen Zukunftsbildes auf bedenkliche gesellschaftliche Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam machen und vor deren Folgen warnen. Dystopia wird hier als Gegenbild und vor allem Gegenort zu Morus’ Utopia verwendet. Elemente und Figuren aus dem Hier und Jetzt werden zeichnerisch verwoben und bilden eine Szene im öffentlichen Raum ab, die auf der (großformatigen) Plakatwand im öffentlichen Raum Erfahrungshorizonte befragt.

14 Stefan Strunden

Stefan Stunden ist Designer, Architekt und Künstler. Seit 1992 hat er ein Studio in Köln mit freier künstlerischer Arbeit in den Bereichen Malerei, Plastik, Photographie, Grafik, Wandmalerei. Neben Ausstellungen im In- und Ausland realisiert er auch Wandbilder im öffentlichen Raum und arbeitet für Architektur- und Innenarchitekturbüros.

Vor Ort Gestalt „STADTMÖBEL“: In Stefan Strundens Reihe „Stadtmöbel“ bewegen sich amorphe Formen gegeneinander und miteinander. Sie beschreiben eine Auseinandersetzung mit den kantigen Gegenständen und Hindernissen, die uns an unwirtlichen oder abweisenden Orten begegnen. Aneignung, Anpassung, Auseinandersetzung, Kommunikation, Rückzug beschreiben die ersten Reaktionen wie jeder sich zunächst verhält. Wie in einem Tanz bewegen sich in den Bildern die Formen, Farbinseln in einer Gebrauchs- Architektur, die an Möbel erinnern. Die Pinselstriche schmiegen sich an eine Gegenpart, balancieren an Kanten, verändern ihre Richtung. Die Bilder stellen die Reaktionen eines Eindringlings in eine fremde Umgebung dar.

15 Wadim Arkadii

Wadim Arkadii studierte Mediale Künste, Literatur und Philosophie und arbeitet außerdem als Parfumeur. Seine Arbeiten befragen den Begriff der Aura als Gegenpol zum ewigen Evidenzterror der Bilder und manifestieren sich in Artist Walks, Performances, Zeichnungen, Fotografien und Düften.

Vor-Ort-Gestaltung: 2021 ist Beuys-Jahr. Der Künstler, der proklamierte, dass Alle Künstler seien, wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Wadim Arkadiis Arbeit „Jahr Jahr Jahr Nee Nee Nee“ rekurriert auf Beuys’ berühmte Performance “Ja Ja Ja Ne Ne Ne”, bei der über einen längeren Zeitraum die Worte Ja und Ne rezitierte.

16 Henriette von Münchhausen

Henriette von Muenchhausens Arbeiten besitzen die Kraft der Transformation und erzaehlen vom Glueck und den dunkleren Seiten des Lebens.
Von Muenchhausen (DE / NL) erhielt 2017 ihren BFA an der KABK Den Haag. Ihre Arbeiten wurden u.a. in der humBASE Stuttgart und im Musée Rochechouart (online) gezeigt. Sie lebt in Den Haag.
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Vor Ort Gestaltung: Pandemonic Dance

17 Plinio Razildo

Plinio Razildos work reveals how chaotic and confused is the understanding process between conscious thinking and the unconscious sense. His paintings mark a new journey into his many reference points of the human psyche and our connection to the unconscious sense.

Vor Ort Gestaltung“Dichotomy of emotional control“: The concept of the work aims to consciously illustrate the human nature and behavior. In an illustrative way, it makes it easier for the public to perceive their own emotions and behaviors“.
18 Alejandra Baltazares

Alejandra Baltazares (1985) was born in Mexico City and lives and works in Düsseldorf.
She is a graduate of the E.N.P.E.G. „La Esmeralda“ in Mexico and the Weissensee Kunsthochschule in Berlin. She has participated in Artist residencies in Kiosko Gallery, Bolivia; Greatmore Art , South Africa and LAM 360o, Mongolia. She has been granted several scholarships by institutions such as the Prince Claus Fund, the DAAD and the National Fund for Culture and the Arts in Mexico. She is currently part of the second season of the Kunstmentorat-NRW under the guidance of Stefanie Klingemann.

Vor Ort Gestaltung „The purpose of life“: In contemporary society, under late capitalism, one of the most familiar forms of invitation to enjoyment manifests itself in the desire to „make something“ of one ́s life, „to be happy“. Advertising strategies have shifted to focus on the experience and how it will render one’s life meaningful. We are endlessly harassed but seduced by advertising. The purpose of life is a satire on the so-called „toxic positivity“ on social media and the idea that by ignoring our darkness, we will be happier. How many times does one have to repeat to oneself that it is a great day before it becomes true? 

 

19 Galina Dimitrova

Galina Dimitrova wurde im 1985 in Sofia, Bulgarien geboren und nach ihre Kunstgymnasium Abschluss in Sofia studiert sie bei Markus Luepertz und Tal R. in Düsseldorfer Kunstakademie. Im Jahr 2014 bekommt sie Akademiebrief und wird Meisterschülerin von Tal R.

Vor-Ort-Gestaltung: Früher stellte der Mensch seine Kleidung, sein Geschirr, seine Häuser und seine Werkzeuge selbst her, und Kreativität war Teil seines täglichen Lebens und durch mein Projekt werde ich den Betrachter in das Kunstwerk einbeziehen. Wenn der Betrachter an dem Prozess teilnehmen möchte, werden ihm Material und eine bestimmte Arbeitsfläche angeboten und er wird das Werk mitgestalten.

20 Tim Cierpiszewski
Tim Cierpiszewski ergänzt seine eigentliche raum- und architekturbezogene Arbeitsweise durch das Involvieren anderer Räume beziehungsweise weiterer Raumbegriffe. So berücktsichtigt er beispielsweise unser kollektives gesellschaft-liches (Bild-) Bewusstsein, den virtuellen Raum des Internets und nutzt unterschiedlichste Bilddownloads als Basis zu diversen Bildsamplings und Remixen, um diese wiederum mit der spezifischen Ausstellungs-architektur zu verquicken.

Vor Ort Gestaltung „AND THE PARTY GOES ON“: Die flächige Plakatwand, als zwei Dimensionaler Raum, und Bezugspunkt für die Arbeit wird durch ein schwarz weißes Raster (schwarze Flächen und weiße Linien) in einen anderen Raum, einen Raum anderer Ordung überführt. So ergänzt das Raster die Plakatwand für die Dauer der Ausstellungm um einen Virtuellen Raum. 

21 Hiltrud Gauf

Hiltrud Gauf wurde 1968 in Köln geboren, sie studierte von 1997 bis 2001 Kunsttherapie/Bildende Kunst an der FH Ottersberg. Seit 2001 lebt und arbeitet sie in Köln und stellt regelmäßig in und um Deutschland herum aus. Ihr Schwerpunkt liegt in der Zeichnung. Homepage

Vor Ort Gestaltung „Seestück“: Hunderte von Meldungen über die Bootsunglücke Geflüchteter bilden abgeschrieben ein Gewebe, überlagern sich, die einzelne Meldung geht in der Masse unter. Zusammen bilden sie eine Fläche, wirken wie ein Seestück; nur bei genauer Betrachtung ist die Schrift und bruchstückhaft der Inhalt einzelner Nachrichten zu entziffern. Für den Ebertplatz werden Artikel über die Bootsunglücke von 2021 abgeschrieben.

22 Shuree Sarantuya

Shuree Sarantuya ist eine seit 2019 in Köln studierende Medienkünstlerin. Ihre Arbeiten basieren dabei auf ausgiebigen Recherchen, die in einer experimentellen Praxis mundet, in der sie diverse Medien einsetzt, um die Umstellung eines Nomadenhaushalts auf den modernen Lebensstil dazustellen.

Vor Vor Gestaltung „Vertikale Poesie“: Vertikale Poesie ist ein geschriebenes Gedicht in einer Sprache, die so sehr in Vergessenheit geraten ist, dass es wie ein außerirdisches Alphabet oder Muster erscheint. Das Ziel dieser Gestaltung ist, Vergessenes zu beleuchten und unterschiedliche Kulturen und ihre Sprache visuell darzustellen.

23 Volker Tobian
Volker Tobian hat Malerei, Grafik  und Fotografie studiert und arbeitet seit 1991 in Köln.  Er beschäftigt sich in seiner Malerei in der Serie Untermalung mit dem Möglichkeiten der Malerei und untersucht diese mit der Erzählung zu verbinden. Instagram || Homepage

Vor Ort Gestaltung „Untermalung“Ausgehend von einer Untermalung, die aus verschiedenen zufälligen, unterschiedlichen Schichtungen besteht: Schüttungen, Sprayen, Verwischungen, Abdrücke, Verreibungen, Spachtelungen, wird dieses Bildschicht mit einem Fundbild, das menschliches Leben in all seinem Glückssachen zeigt, verbunden.

24 Ivo Weber   

Seit 19 Jahren begibt sich der Kölner Künstler Ivo Weber einen Tag im Jahr für ein paar Stunden in den herbstlichen Wald und lässt dort von einem wechselnden Team den Boden fegen. Waren zu Beginn die auserwählten Waldarbeiter aus dem engeren Freundeskreis, so fordert Weber seit 2011 eine Person seines Kunstumfeldes auf, eine Gruppe Mitstreiter zu benennen, die die von ihm bestimmte Arbeit ausführt. Nach der Arbeit werden Team und gefegtes Areal für eine Fotoarbeit inszeniert und anschließend wird der Urzustand des Waldstücks wiederhergestellt. Homepage zu Waldwegen |  Homepage Ivo Weber

Vor Ort Gestaltung: Skizze zum 19. Waldfegen 2021