Waldfegen

Ivo Weber bespielt mit Fotografien die Werbetafeln in der Ebertplatzpassage

30. Januar 2019
von bis
Archiv
*Bild: Waldfegen 2008, von Ivo Weber

Ivo Weber – Waldfegen Ausstellung vom 21. Februar bis 4. März 2019

Ivo Weber präsentiert seit dem 21. Februar die Fotografien der letzten drei Jahre seines Projekts „Waldfegen“ auf den Groß-Werbeflächen in der Ebertplatzpassage. Die Freiluftaustellung wurde von Astrid Bardenheuer (arthothek Köln) und Bezirksbürgermeister Andreas Huppke eröffnet, bevor der Künstler selbst ein paar Worte sprach. Bis zum 4. März zieren die Fotografien noch die Passage und ersetzen kommerzielle Werbung durch Kunst. Wie schön!

 

Hintergrund: 

Seit 15 Jahren begibt sich der Kölner Künstler Ivo Weber einen Tag im Jahr für ein paar Stunden in den herbstlichen Wald und lässt dort von einem wechselnden Team den Boden fegen. Waren zu Beginn die auserwählten Waldarbeiter aus dem engeren Freundeskreis, so fordert Weber seit 2011 eine Person seines Kunstumfeldes auf, eine Gruppe Mitstreiter zu benennen, um die von ihm bestimmte Arbeit auszuführen. Nach der Aktion werden Team und gefegtes Areal für eine Fotoarbeit inszeniert, und anschließend wird der angetroffene Zustand des Waldstücks wiederhergestellt.

Was bleibt ist die Fotografie, als künstlerische Arbeit und Dokumentation des jeweiligen Jahres. Jäger zogen 2016 mit Torsten Franz aus ihrem Revier in den Wald. Im Jahr 2017 fegte der Kunsthistoriker und Graffiti-Experte Johannes Stahl mit Team den Wald, und 2018 markierten Vertreter*innen der Kunsträume am Ebertplatz ihre Grundrisse auf dem sechseckig gefegten schwarzen Waldboden.

Alle Teams, auch die der zurückliegenden Jahre, bringen ihre spezifischen Themen in den Wald ein und bilden in ihrer Gesamtheit das Waldfegen-Netz-Werk. Jede Aktion ist neuer Anlass zu einer Diskussion der Kunstverortung, für deren Relevanz der Ebertplatz in diesem Jahr als Beispiel heraussticht.

Astrid Bardenheuer, artothek Köln

Projektseite:www.waldfegen.com

Galerie:


Bild: Waldfegen 2018, Kasper König, Bild: Ivo Weber