Rolltreppe Gatecrash

Vorstellung des Rolltreppenkunstwerks „Gatecrash“, Fertigstellung: 3. Mai 2019

2. Mai 2019

GATECRASH

What the hell does that mean?

Zusammenfassung als PDF

Köln-Ebertplatz Bushaltstelle: Warten an der Ampel, Blickrichtung Rolltreppe Currywurstbude. Rolltreppe? Die Rolltreppe ist besetzt, einer der 6 stillstehenden Zugänge zum Ebertplatz hat was drauf. Da steckt was drin, da schaut was raus. Ein großes schwarzes Objekt durchzogen von hellen Linien. Was ist das? Näher rangehen!

Neongrün schlägt einem die herausragende Innenseite des Objekts entgegen. Der oben herausstehende Part ist jedoch nur das Ende dieses Fremdkörpers, dessen Außenhaut sich aus unterschiedlich langen ineinander verschachtelten Kuben, unterbrochen von schmalen Lichtschlitzen, zusammensetzt. Das Objekt füllt mit seinem Volumen den gesamten Negativraum der Rolltreppe aus, folgt der Richtung der Treppe bis zur Bodenfläche der Untergrundpassage des Platzes. Eine starke Anziehungskraft geht von diesem sich in die Raumlücke der Treppe drängenden Klotz aus, man streicht über die Flächen, folgt mit den Augen der Richtung des in den Untergrund strebenden Objekts und werde beim Heruntergehen der Treppe förmlich mitgezogen. Die Lichtschlitze pulsieren atemrhythmisch und geben diesem enormen Materialklotz etwas dynamisch technisch  Anmutendes. Nachts wird dieser Eindruck durch die wegfallende Konkurrenz des Tageslichts natürlich verstärkt. Auf der Bodenplatte des Untergrunds endet die Plastik und doch kann man sich vorstellen, dass dieses Ding an anderer Stelle wieder auftaucht.

Doch hier ist vorerst Schluss. Besorgte Hände haben rund um das Objekt eine breite Linie von Noppen geklebt, die verhindern, dass Passagiere ohne Vorwarnung über diesen Klotz stolpern. Ein Nebenprodukt der Planung, inklusive der verschiedenen nötigen Absprachen mit Ämtern und Gremien der Stadt.

Das frisch gegründete Künstlerduo craus|hahn realisiert nun nach der Auswahl ihres Wettbewerbentwurfs „GATECRASH“  im Juli 2018 für „Neue Zugänge zum Ebertplatz“  ihren Kunst am Bau Vorschlag. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro statico aus Münster, der Unterstützung und Koordination durch das Kulturamt der Stadt Köln und des Stadtraummanagements.

GATECRASH – im architektonischen Sinn ein fliegender Bau, steht nun für die nächsten 3 Monate (mit Aussicht auf Verlängerung) am Ebertplatz und wird die Passanten auf dem Weg nach unten zum pulsierenden Zentrum des Ebertplatzes ziehen.

Das Objekt 3,60m hoch und 15m lang besteht im Inneren aus einer ausgeklügelten tragenden Holzrahmenkonstruktion und einer gesteuerten LED-Lichtanlage, sowie der Außenhülle aus schwarzen und naturbelassenen Kuben aus Holzverbundmaterial und opalfarbenen Plexiglasscheiben.

Sandy Craus, Bildende Künstlerin, und Sebastian Hahn, Szenenbildner, werden nach dem Ebertplatzszenario ihren nächsten Beitrag in Köln im Rahmen vom City-Leaks Festival umsetzen, weitere Informationen finden sich auf www.craus-hahn.de.

Zum Künstlerteam:

Sandy Craus lebt und arbeitet in Köln. Sie ist tätig als freie Fotografin, Künstlerin, Kunstvermittlerin, Theaterpädagogin. Nach einer Fotografie Ausbildung hat sie Bildende Kunst an der HGB Leipzig studiert. Im öffentlichen Raum realisiert sie ortsbezogene Interventionen, Installationen, partizipative Kunst- und Theaterprojekte.

Sebastian Hahn lebt und arbeitet in Köln und Düsseldorf. Er ist im Bereich Setdesign, Grafikdesign und Möbeldesign tätig. Nach einer Schreinerlehre, hat er Handwerksdesign studiert und anschließend ein Aufbaustudium an der Filmakademie Ludwigsburg mit einem Diplom als Szenenbildner absolviert.

Galerie:

*Copyright siehe Bildtitel beim Klick aufs Bild

 

 

Mit Unterstützung von

Projekt im Rahmen der Zwischennutzung Ebertplatz 2018 – 2021

Kontakt Künstlerteam: info@craus-hahn.de

Fotoanfragen: info@unser-ebertplatz.koeln (Helle Habenicht, Saskia Hanfland)