EXPO – A00119

Ausstellung von Katharina Monka im Bruch und Dallas

23. Februar 2019
von bis
Ausstellungen Archiv

Ausstellung „A00119“ von Katharina Monka im Bruch&Dallas

Eröffnung: 22.02.2019 um 19 Uhr
Ausstellungszeitraum: 22.02. – 30. 03.2019 jeweils Freitag und Samstag, 16 Uhr – 19 Uhr

Die Ausstellung von Katharina Monka besteht aus fünf Objekten: einer menschengroßen Skulptur, einer zellartig aufgebauten zweiten und drei zusammengehörigen, kleinen, nicht direkt sichtbaren Tonkörpern.

Die menschengroße Skulptur ist schon aus der Ebertplatzpassage sichtbar. Sie besteht aus verschiedenen Materialien (Ton, Metalldrähte und viel Bauschaum), ihre Oberfläche besitzt viele Hohlräume mit Öffnungen und steht auf einem Sockel, an den Rollen befestigt sind. Damit ist ein Standortwechsel des Objekts im Raum möglich, wozu aber eine Person gebraucht wird – unabhängig ist es also nicht.

Die nächst größere Skulptur erinnert mit seinem fünfeckigen Aufbau an eine Zelle, die mitten im Raum steht. Ihre Oberfläche ist glatt, in sich geschlossen und in verschiedenen Pastelltönen gestaltet. Sie steht starr im Raum und bezieht sich mit ihrer Form auf konkret auf diesen.

Nicht direkt sichtbar sind die drei kleinen, leuchtend blauen Tonkörper, die eher im hinteren Teil des Ausstellungsraums liegen. Die geschlossene Oberfläche der Objekte weisen Abdrücke von Vulven auf. Jedes für sich hat eine eigene, aber ähnliche, Form. Ihre Position im Raum ist vorgegeben.
Die drei Tonkörper stellen Hautablösungen vom eigenen Körper, vom Geschlechterdiskurs und von sexueller Zuordnung dar – hierbei geht es um Ungebundenheit.

Die Künstlerin Katharina Monka möchte mit dieser Arbeit auf Objektbezogenheit, die Anerkennung von der Liebe zum Objekt (also Objektophilie) in der Gesellschaft und über Schlangenhäutung als Transformationsprozess sprechen.
Es braucht den Dialog, um ein Selbst zu sein, legt Michail Bachtin nahe: „Alles ist Mittel, der Dialog allein ist das Ziel. Eine einzelne Stimme beendet nichts und entscheidet nichts. Zwei Stimmen sind das Minimum des Lebens, das Minimum des Seins.“*
Ein fiktives Interview steht im Raum.

*Vgl. Bachtin, Michail: Probleme der Poetik Dostoevskijs, München 1971, S. 285, zitiert aus: Maximowitsch, Peter: Das philosophische Narrativ Leo Schestows, unveröffentlichte Dissertation, Heidelberg 2019, S. 82.

http://katharinamonka.de/work.html

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