LETsDOK

Dokumentarfilmfestival der AGDOK West in der Ebertplatzpassage


19. 09. 2020
14:00 - 22:00

Die AGDOK West knüpft an die guten Erfahrungen  des letzten Jahres mit dem „docfest“ in der Unterführung auf dem Ebertplatz an und organisiert mit dem LETs´DOK erneut ein spannendes, kleines Dokumentarfilmfestival!
Das Programm greift drei gesellschaftspolitische Großthemen auf und verbindet diese inhatlich, ästhetisch und konzeptionell mit der Geschichte und Entwicklung des Ebertplatzes.

Eintritt frei, Reservierungen unter agdok_west@gmx.de. 
Die Zahl der ZuschauerInnen wird aus Coronagründen begrenzt sein. Es werden nur Stühle für maximal 50 bis 60 Zuschauer rund um das ehemalige Bistro Treff in der Ebertplatzpassage aufgestellt werden.

Programm

Wir werden wieder auf vielfachen Wunsch des Kölner Publikums Heinrich Pachls legendären Film „Schauplatz: Ebertplatz“ zeigen und das mit einem kurzen Statement zum aktuellen Entwicklungsstandes des Platzes verbinden.

Unser erster längere Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Ursprüngen der Kunst, wie sie in den Galerien am Ebertplatz gelebt wird und die Geschichtsschreibung der Kunst auf den Kopf stellt “Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klingt“ des Kölner Verleihs „mindjazz-pictures“
1906 malt Hilma af Klint ihr erstes abstraktes Bild, lange vor Kandinsky, Mondrian oder Malewitsch. Insgesamt erschafft sie über 1500 abstrakte Gemälde, die der Nachwelt Jahrzehnte verborgen bleiben. Wie kann es sein, dass eine Frau Anfang des 20. Jahrhunderts die abstrakte Malerei begründet und niemand davon Notiz nimmt?Die cineastische Annäherung an eine Pionierin zeigt eine lebenslange Sinnsuche, die das Leben jenseits des Sichtbaren erfassen will. Mit der Regisseurin und einer Galeristen diskutieren wird im Anschluß die unveränderte männliche Dominanz im weltweiten Kunstmarkt.

Im nächsten Programmpunkt präsentieren wir das Filmessay: „Rassismus – die Geschichte eines Wahns“ des Kölner Kabarettisten und Performance-Künstler Marius Jung. Jung, wegen seiner dunklen Hautfarbe selbst mit Anfeindungen konfrontiert, geht auf die Suche. Im Gespräch mit Experten und Betroffenen stößt er auf verblüffende Erkenntnisse, an historischen Orten auf Spuren des Rassenwahns.Danach wird er aus seinen Büchern lesen.

Am frühen Abend  präsentieren wir dann den wohl umstritteste Dokumentarfilm der letzten Jahre: „Lord of the Toys“ von Pablo Ben Yakov mit anschließender Publikumsdiskussion. Pablo Ben Yakov und einer der Protagonisten wird anwesend sein.LORD OF THE TOYS begleitet den immer ausfallend wedenden Youtuber Max und seine dresdner Clique einen Sommer lang und hinterlässt ein dystopisches Bild der ersten Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet, YouTube und Instagram nicht kennen. Der Film portraitiert sie und untersucht die Welt, in der ihre Lebensmodelle gedeihen: den Westen im Allgemeinen und den deutschen Osten im Speziellen. Er zeigt Abläufe eines sich nach rechts radiklisierenden Mikrokosmos. Bei der DOK Leipzig 2018 gewann Lord of the Toys den Hauptpreis im deutschen Wettbewerb und bekam die Goldene Taube verliehen.

Programmablauf

14.00 – 14..45 Film „Schauplatz Ebertplatz“ (Heinrich Pachl)

15.00 – 17.30 Film: „Jenseits des Sichtbaren – Hilmar af Klint“

17.30 – 18.00 Filmgespräch

18.00 – 18.45  Film: „Rassismus – Geschichte eines Wahns“ , Marius Jung

18.45 – 19.00 Filmgespräch mit dem Kölner Kabarettisten Marius Jung

19.00 – 19.30 Lesung Marius Jung

19.30 – 20.00  Diskussion mit Publikum: Der offene und versteckte Rassims

20.00 –  21.30  Film „Lord of the toys“ mit Pablo ben Yakov

21.30 – 22.00 Get to Togeher mit Raimund Kroboth und den Tsaziken

Hintergrund

Am 19. September 2020 initiiert die AG DOK  e.V. in Zusammenarbeit mit Film-Verbänden wie der AG KINO, dem Berufsverband Kommunale Filmarbeit e.V. und vielen weiteren Partnern erstmalig einen deutschlandweiten eintägigen Event-Tag, der die Gattung Dokumentarfilm auf vielfältige Weise feiern und promoten wird. Dokumentarfilme geben Einblicke in fremde Welten, zeigen diverse Perspektiven, komplexe Sachverhalte, sie stellen Gesellschaftssysteme in Frage, bringen vergangene Ungerechtigkeiten ans Tageslicht und sind gerade in unserer global vernetzten, immer komplexer werdenden Welt ein unverzichtbarer Teil der öffentlichen Meinungsbildung. Mit oft nachhaltiger Wirkung.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der

 

 

 

 

 

 

 

Beitrag erstellt am: 2. September 2020