Raumkonzepte der 1970er

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Titelbild: Thilo Schmülgen, 2014

Andere Räume. Umstrittene Raumkonzepte der 70er Jahre

15.-17. November 2018 

Mehrtägiger Workshop zur Kontextualisierung des Ebertplatzes im architektonischen Diskurs der 70er Jahre mit Studierenden der Architekturfakultät der Hochschule München unter Leitung von Adria Daraban (Architektin und Dozentin an der Architekturfakultät der Hochschule München) und Maximilian Erbacher (Künstler und Mitbegründer der BOUTIQUE – Raum für temporäre Kunst 2011-2014, Ebertplatzpassage).

 

Öffentliche Veranstaltungen im Kunstraum Bruch & Dallas in der Ebertplatzpassage

Do. 15. November 2018, 19:00 Uhr
Studierende im Gespräch mit Künstlern und Kuratoren/Leitern der freien Kunsträume am Ebertplatz

(Zu den Gästen gehören u.a. Yvonne Klasen und Max Erbacher –  BOUTIQUE – Raum für temporäre Kunst 2011-2014; Maria Wildeis – TIEFGARAGE; Paul Leo und Malo – Halle der vollständigen Wahrheit 2012-2013; Martin Plüddemann – Bruch und Dallas, 2009 – jetzt; Meryem Erkus (angefragt) – Gold und Beton 2013 – jetzt)

Fr. 16. November 2018, 19:00 Uhr
Abendvortrag von Boris Sieverts: Das Wunder von La Cayolle

Sa. 17. November 2018, 18:00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Experten, Akteuren und Beteiligten vor Ort

(Zu den Gästen gehören u. a. Dr. Hannah Hinrichs, Geschäftsführerin Programm der Stiftung StadtBauKultur NRW; Prof. Dr. Karl Kegler, Hochschule München; Nadine Müseler, Kulturamt Köln; Christian Schaller, Architekt und Stadtplaner BDA und der Kölner Künstler Boris Sieverts)

 

Hintergrund:

Der Kölner Ebertplatz wurde vor mehr als 40 Jahre gebaut. Über die Hälfte dieser Zeit wurde der Platz im stadtpolitischen Diskurs problematisiert und als abweisend und unwirtlich etikettiert. Dieses Brandmal teilt der Ebertplatz mit vielen öffentlichen Plätzen, Gebäuden und ganzen Siedlungen, die in den 1970er Jahren entstanden sind. Solche Orte prägen das Bild der Stadt, sie polarisieren, verschieben und intensivieren Phänomene des Urbanen. Die Auseinandersetzung mit ihrer Entstehung und Entwicklung eröffnet Einblicke in die Chiffre der Stadt und rekonstruiert Mechanismen des urbanen öffentlichen Lebens.

Die Lehrveranstaltung ist ein theoretisches und bauhistorisches Seminar mit Studierenden der Architekturfakultät der Hochschule München und verfolgt die Kontextualisierung des Ebertplatzes im architektonischen Diskurs der 70er Jahre. Mit dem Ziel, die Diskussion um den Kölner Ebertplatz in einen erweiterten Kontext zu setzen, werden Studierende der Hochschule München, ausgehend von den Case Studies Ebertplatz in Köln und MaximiliansForum in München, vergleichbare räumliche Situationen im urbanen Kontext anderer Städte recherchieren, analysieren und dokumentieren. Dabei gilt es, Verschiebungen in der fachlichen und öffentlichen Wahrnehmung solcher Projekte zu untersuchen. Unübersehbar ist im aktuellen Architekturdiskurs die zunehmende Wertschätzung der Nachkriegsmoderne in der Architektur und das Interesse für brutalistische Bauten. Vor diesem Hintergrund interessieren uns auch die Mechanismen, die zur unausgeglichenen Situation an diesen Orten geführt und zu ihrer Wahrnehmung als „Un-Orte“ beigetragen haben.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung sollen im Rahmen des viertägigen Workshops in Köln vorgestellt und in Form einer Publikation gebündelt werden. Unter dem Motto „Raumdimensionen des Ebertplatzes“, wird die Studierendengruppe gemeinsam mit dem Künstler Tobias Becker außerdem Modelle und Raumobjekte bauen und dadurch Eigenschaften und Qualitäten des Platzes untersuchen.
Weiterer Bestandteil des Workshops sind öffentliche Vorträge und Diskussionsrunden. Dabei werden Studierende, Akteure vor Ort und weitere Beteiligte gemeinsam über Strategien der Beschreibung, der Intervention und der Planung solcher Orte mit ungewisser Zukunft diskutieren.

 

 

 

 

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