Gemeinde Köln präsentiert:
Lena Bildl, Das Museum des Abolitionismus
Ausstellung: 6. März – 10. April 2026
Eröffnung: Freitag, 6. März, 18.00 Uhr
Trigger Warnung: Die Ausstellung behandelt Rassismus, Polizeigewalt, sexualisierte und partnerschaftliche Gewalt.
Barrieren: Die Ausstellung beinhaltet mehrheitlich Texte in deutscher Schrift- und Lautsprache.
Eine Gesellschaft ohne Polizei und Gefängnisse? Was lange als radikale Utopie galt, ist in Deutschland seit 2035 Realität. Fünfundzwanzig Jahre nach der abolitionistischen Wende eröffnet am Ebertplatz das Abolitionismus Museum. Das Museum erzählt die Geschichte einer tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformation: Wie kam es zu diesem historischen Bruch? Wie reagierten die Menschen? Und wie funktionierte Zusammenleben in einer Zeit, in der Polizei und Gefängnisse noch als alternativlos galten?
Der erste Teil der Ausstellung führt in die Ära staatlicher Strafverfolgung vor 2035 zurück und setzt sich kritisch mit den polizeilichen Praktiken und Logiken der Vergangenheit auseinander. Der zweite Teil widmet sich den Jahren des Umbruchs: Er erzählt von abolitionistischen Bewegungen, politischen Aushandlungen und den weitreichenden Veränderungen, die die Abschaffung von Polizei und Gefängnissen nach sich zogen.
Das Abolitionismus Museum begreift sich nicht als Schlusspunkt, sondern als offener Denkraum. Es ist ein Ort für kritische Erinnerung und politische Imagination und richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie gesellschaftlicher Wandel möglich wurde. Die Zukunft, so zeigt diese Ausstellung, war nie selbstverständlich. Sie wurde erstritten, ausprobiert – und bleibt veränderbar.
Im Abolitionismus Museum erzählt die Kunststudentin Lena Bildl von einer Zukunft ohne Polizei und Gefängnisse. In Form eines fiktiven Museums lädt sie die Besucher*innen zu einem Gedankenexperiment ein: Was wäre, wenn die Abschaffung von Polizei und Gefängnissen in Deutschland bereits stattgefunden hätte, und alles wäre gut gegangen? Wie könnte eine solche Gesellschaft funktionieren? Und wie würde sie auf die Strafverfolgungspraktiken der heutigen Zeit zurückblicken?
Lena Bildl studiert Kunst und Philosophie an der Uni Köln. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Kunst unsere politische Vorstellungskraft erweitern und uns dabei helfen kann, andere Perspektiven einzunehmen. Das Abolitionismus Museum ist Teil ihrer Masterarbeit und entstand als Reaktion auf die Vorkommnisse (rassistischer) Polizeigewalt der letzten Jahre. Inspiriert von abolitionistischen Theorien und Praktiken untersucht das Projekt, wie Sicherheit jenseits von Polizei und Gefängnissen hergestellt werden kann.
