Presse

29.04.2019 – Pressegespräch am 02. Mai um 9:30 Uhr mit Fotomöglichkeit: Neue Zugänge zum Ebertplatz: zwei Treppenkunstwerke werden eröffnet

15.03.2019 – Pressemitteilung: Der Ebertplatz hat sich gewandelt
Bürgerbeteiligte Zwischennutzung kann problematische Räume positiv verändern

11.12.2018 – Pressemitteilung: Eisbahn auf dem Ebertplatz bis Januar 2019. Eisstockschießen ab Freitag auf separater Bahn – kostenfrei für Schulklassen

26.11.2018 – Pressemitteilung: Auf das Wasser folgt Eis – Oberbürgermeisterin Reker eröffnet Eislaufbahn auf dem Ebertplatz

7.8.2018 – Pressegespräch zur Rolltreppengestaltung

12.7.2018 – Einladung zum Pressegespräch

1.6.2018 – Pressemitteilung: Stadt schreibt Projekt am Ebertplatz aus
Titel: „Neue Zugänge zum Ebertplatz“ – Kunst im öffentlichen Raum

19.4.2018 – Pressemitteilung: Kulturprogramm auf dem Ebertplatz April – Juli 2018

 

29.04.2019

Pressegespräch mit Fotomöglichkeit
: Donnerstag, 2. Mai 2019, 9:30 Uhr
Ort: Treppenabgänge Neusser Str./ Ecke Theodor-Heuss-Ring, Ebertplatzpassage

Neue Zugänge zum Ebertplatz: zwei Treppen-Kunstwerke werden eröffnet
Kulturamt stellt „Gatecrash“ von Sandy Craus und Sebastian Hahn sowie reaktive LED-Treppe von Roman Jungblut und Daniel Herrmann vor

Knapp ein Jahr ist es nun her, dass der Kölner Stadtrat entschlossen hat, die Ebertplatzpassage mitsamt der vier Kunsträume nicht zu schließen und mit dem Zwischennutzungskonzept 2018-2021 die nötigen Gelder zur Aktivierung des Platzes zur Verfügung zu stellen. Seither ist viel passiert, vor allem auch durch Kunst und Kultur. Ein Meilenstein war die Wiederinbetriebnahme der Wasserkinetischen Plastik des Künstlers Wolfang Göddertz im Juli 2018, gefolgt von punktuellen Konzerten, Open Air Kino, Straßentheater, Plattform- und Bühnenbau, Kunstinstallationen auf dem Platz, sowie dem Markt für Gutes Leben mit einem ganztägigen Food-, Mode und Musikangebot. Zahlreiche Bilder und Medienbeiträge erinnern an diese Tage, an denen der Ebertplatz kaum wiederzuerkennen war, belebt mit unzähligen Besuchern aus weiten Teilen der Bevölkerung. Der positive Aufschwung dürfte auch 2019 weitergehen. So sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker erst kürzlich bei der Brunneninbetriebnahme am 5. April 2019, dass der Platz sein Comeback fortsetze.

Ein vielversprechender nächster Schritt ist nun die Installation und Eröffnung der ersten beiden Treppenkunstwerke an den Abgängen zur Ebertplatzpassage. Sechs Rolltreppen aus den 70er Jahren sind seit einem Ratsbeschluss im Jahr 2004 aus Kostengründen stillgelegt. Im Zuge des neuen Ratsbeschlusses im März 2018 entschied man sich wiederum gegen eine Erneuerung der defekten Rolltreppen für eine Summe von jeweils 350.000€, insgesamt also rund 2 Millionen Euro, da diese für den bis dato auf 2021 terminierten Umbaubeginn unwirtschaftlich erscheint. Anstelle dessen fiel die Entscheidung, die Treppen künstlerisch zu bespielen, als eine Möglichkeit, ihre Funktion und Form temporär mit Kunst zu verändern und einen Attraktionswert beim Zugang zum Ebertplatz zu schaffen.

Das Kulturamt hat daraufhin im Sommer 2018 die öffentliche Ausschreibung „Neue Zugänge zum Ebertplatz“ organisiert und aus den 53 Einsendungen von Kreativschaffenden mit einer Jury acht Entwürfe für je 12.000€ ausgewählt, die nach einem BV Beschluss und bis Abschluss der Zwischennutzung 2021 sukzessive umgesetzt werden. Den Anfang machen nun die Kunstwerke „Gatecrash“ von Sandy Craus und Sebastian Hahn sowie die reaktive LED-Treppe, konzipiert von Roman Jungblut, Daniel Herrmann, umgesetzt zusammen mit Eduard Paal und Sebastian Heilmann. Fazit vom Zwischennutzungteam soweit: Es ist gelungen, zahlreiche kreative Bürger in den Zwischennutzungsprozess einzubeziehen. Ihr Engagement hat und wird den Platz verändern und weitere Interessierte anziehen. Positiven Gesprächsanlass bietet der Platz mittlerweile genug. Und diese Wirkung dürfte sich durch die Präsenz, ja Interaktivität, der neuen Kunstwerke noch verstärken.

Die Stadt Köln lädt Sie zum Pressegespräch am 2. Mai um 9:30 Uhr an den Ebertplatz (Ecke Neusser Str./Theodor-Heuss-Ring) ein, um die zwei Kunstwerke direkt nach Fertigstellung vorzustellen und um mit den zwei Künstlerteams ins Gespräch zu kommen.

Zu einer abendlichen Eröffnung der beiden Lichtarbeiten lädt das gesamte Zwischennutzungsteam, inklusive Stadtraummanagement und Kulturamt, die Öffentlichkeit am 3. Mai um 20:30 Uhr ein.

Ablauf Pressegespräch
– Barbara Foerster, Leiterin Kulturamt: Begrüßung
– Nadine Müseler, Referentin für Bildende Kunst im Kulturamt: Zur Umsetzung der ausgewählten
Wettbewerbsentwürfe im Zuge der Zwischennutzung 2018-2021
– Roman Jungblut und Daniel Herrmann: Zu ihrem Kunstwerk der LED-Treppe „PASS“
– Sandy Craus und Sebastian Hahn: Zu ihrem Kunstwerk “Gatecrash”

Als weiterer Gesprächspartner steht zur Verfügung
– Johannes Geyer, Stadtraummanagement

15.03.2019

Der Ebertplatz hat sich gewandelt – Bürgerbeteiligte Zwischennutzung kann problematische Räume positiv verändern.

Der Ebertplatz in Köln gehörte jahrzehntelang zu den problematischen Plätzen in einer Großstadt, vernachlässigt im Unterhalt, beschädigt in der Infrastruktur, den viele mieden, wo Drogenhandel das tägliche Bild bestimmte. Geplant in den 1960er, fertiggestellt in den 1970er Jahren mit damals städtebaulich interessanten Aspekten, von einer wasserkinetischen Plastik bis hin zu einer großzügigen und dem damaligen Zeitgeist entsprechenden Platzgestaltung. Der Ebertplatz hat erheblichen Erneuerungsbedarf und soll auf der Grundlage des städtebaulichen Masterplans einschließlich der umgebenden Straßen in einigen Jahren umfassend neugeordnet und neugestaltet werden. Ein Großprojekt, das einer fundierten und mehrjährigen Planungsvorbereitung bedarf.

Als kriminelle Übergriffe 2017 den gewaltsamen Tod eines Menschen forderten, gab die Stadt Köln den Anstoß, den Ebertplatz mit einer Vielzahl von Maßnahmen bereits „vorgezogen“ zu reaktivieren und ihn durch temporäre Zwischennutzungen wieder zu einem gefragten und beliebten Aufenthaltsort für Familien, Jugendliche und Senioren, Menschen aller Altersgruppen und Kulturen zu machen. Oberbürgermeisterin Henriette Reker setzte ihren Vorschlag durch, mit einem Finanzbudget von circa 1,5 Millionen Euro über drei Jahre kreative Zwischennutzungen zu ermöglichen, um die zentral gelegene öffentliche Platzfläche frühzeitig für die Allgemeinheit zurückzugewinnen und das „Vermeideverhalten“ zu stoppen.

Der jetzt den Fachausschüssen und der Bezirksvertretung Innenstadt zugeleitete detaillierte Zwischenbericht fasst zusammen, was in der Kölner Öffentlichkeit bereits im vergangenen Jahr als „Erfolg“ beschrieben wurde. Der Ebertplatz hat sich gewandelt, obwohl die Drogenszene vor Ort immer noch wahrgenommen wird. Er hat an Aufenthaltsqualität gewonnen, die auch angenommen wird. Die „Zwischennutzung Ebertplatz“ ist ein interessantes Musterbeispiel für die Reaktivierung von problematischen Stadträumen, wie sie in fast allen größeren Städten in der Bundesrepublik zu finden sind. Beachtung hat insbesondere die intensive und unmittelbare Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung der Programme und Gestaltungsideen gefunden, ebenso wie die Einbindung von Hochschulen und die Kooperation mit sozialen Trägern und Institutionen vor Ort. Informationen zu allen aktuellen Aktivitäten sind im Internet unter www.unser-ebertplatz.de zu finden.

Der Zwischenbericht im Einzelnen:

Seit dem Ratsbeschluss zum weiterentwickelten Zwischennutzungskonzept für den Ebertplatz am 20. März 2018 erarbeiten Experten, Vertreter von Initiativen und Anwohner in fünf Arbeitsgruppen unter Moderation und Organisation der Stadt Köln Projekte, Konzepte und Veranstaltungen, um den Ebertplatz wieder in einen beliebten und vielfältig genutzten öffentlichen Raum zu verwandeln.

Schwerpunkte bilden die Wiederinbetriebnahme der wasserkinetischen Plastik sowie gestalterische Aufwertungen, verschiedenste Kulturveranstaltungen, Märkte und re-gelmäßige Aktionen auf dem Platz.

Seit April 2018 wurden insgesamt zehn Projekte und Veranstaltungsreihen, darunter Open Air Kino, Konzerte, Kunstausstellungen und Performances auf dem Platz, Straßentheater, ebenso wie eine Lichtinstallation und zwei Diskursformate angeboten. In der Adventszeit eine gut genutzte Eisbahn.

Die Brunnenskulptur des Künstlers Wolfgang Göddertz wurde wieder instand gesetzt. Begleitet von einer mehrwöchigen Kunstaktion wurde der Brunnen im Juli 2018 eröffnet und seither über den gesamten Sommer von zahlreichen Bürgern jeden Alters genutzt und gefeiert. Die Nutzungsstruktur des Platzes änderte sich dadurch grundlegend. Der sonnenreiche Sommer unterstützte diesen Effekt.

Die öffentliche Ausschreibung zur Gestaltung der defekten Rolltreppen an fünf Ab- und Aufgängen richtete sich an Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Designer, Kuratoren und künstlerische Kollektive. Aus 53 Bewerbungen wählte eine Jury acht zu realisierende Entwürfe aus, wovon drei bis Ende April 2019 umgesetzt werden sollen.

Die Reaktivierung des Platzes fand auch ihren Ausdruck in neuen Gestaltungselementen. Ehemalige Drogen-Verstecke in Form von Betonblumenkübeln wurden abgebaut und stattdessen zum Beispiel im Rahmen des Projekts „Selberbau“ mit Studierenden ein multifunktionales Holzpodest auf der Platzfläche errichtet, welches sehr gut angenommen wird. Anfang Oktober wurden aufgrund der großen Resonanz zwei weitere Holzplattformen am westlichen Platzende errichtet, die als Sitzgelegenheit, aber auch als Bühne für Kulturveranstaltungen ab 2019 genutzt werden können.

Im Frühjahr 2019 soll der aufgestellte Gastronomie-Container noch eine künstlerische Dachkonstruktion erhalten. Die Werkstatt der KISD erarbeitet zudem gemeinsam mit Gerd Mies (Kunstraum Labor) und Grischa Göddertz weitere Sitzelemente und -skulpturen für 2019.

Temporär installierte Skater-Rampen im Bereich der Passagen werden gut angenommen und ziehen sportliche und junge Menschen an.

Das Amt für öffentliche Ordnung und die Polizei Köln sind nach wie vor täglich und zu unterschiedlichen Zeiten auf dem Ebertplatz im Einsatz. Neben den speziellen Kontrollen des Drogenmilieus durch den Ordnungsdienst der Stadt Köln, wird der Platz täglich gemeinsam mit Polizeibeamten der Landespolizei im Rahmen einer Präsenzstreife kontrolliert. Seit der Wiederinbetriebnahme des Brunnens gehen die Beschwerden über die Zustände am Platz gegen null.

Im Jahr 2018 wurden am Ebertplatz bis Ende August 2018 durch den Ordnungsdienst 20 Personen mündlich verwarnt, 245 Verwarngelder erhoben, sieben Bußgeldverfahren eingeleitet und 39 Platzverweise ausgesprochen.

Der Ebertplatz ist jedoch weiterhin ein Ort, an dem BTM-Verkauf und –konsum stattfinden. Das Polizeipräsidium Köln stellt in dem Zwischenbericht fest: „Die Kriminalitätsentwicklung im Bereich des Ebertplatzes stellt sich mit aktuellem Stand wifolgt dar: Die erfassten Strafanzeigen weisen im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen deutlichen Anstieg auf. Ein wesentlicher Anteil ist dabei der Betäubungsmittelkriminalität zuzurechnen. Dies steht im ursächlichen Zusammenhang mit den intensiven Präsenz- und Kontrollmaßnahmen in diesem Bereich.

Bei den Diebstahldelikten im öffentlichen Raum von Fahrrädern, dem Taschendiebstahl, sowie an und aus Kraftfahrzeugen sind signifikante Rückgänge festzustellen. Diese Entwicklung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf intensive Kontrollmaßnahmen der Stadt Köln und der Polizei zurückzuführen.“

Im Ergebnis kommt der Zwischenbericht zu dem Ergebnis, dass die bereits erfolgten Maßnahmen des Zwischennutzungskonzepts und die Überwachung durch Polizei und den Ordnungsdienst der Stadt Köln zu einer erheblichen Verbesserung der Situation am Ebertplatz beigetragen haben. Die Situation wird es jedoch weiterhin erfordern, dass die Ordnungsbehörden durch gezielte Maßnahmen den Kontrolldruck am Ebertplatz aufrechterhalten.

Zur Koordination und zum fachlichen Austausch zwischen den weiterhin intensiv bestreifenden Ordnungskräften von Ordnungsamt und Polizei sowie den eingesetzten Streetworkern, aber auch einiger ansässiger Gewerbetreibenden wurde der inzwischen regelmäßig stattfindende „Arbeitskreis Sicherheit und Soziales am Ebertplatz“ gegründet.

 

Perspektiven, Entwicklungen und aktuelle Planungen für den Platz

Die Stadt wird ihre im letzten Jahr begonnen Aktivitäten auf dem Ebertplatz weiterführen.

Unter anderem sind vorgesehen:

  • Pflanzaktion: ca. 9000 Zwiebeln wurden im Winter von Bürgern gesetzt für einen blühenden Ebertplatz im Frühjahr
  • Platzhausmeister*in: Platzhausmeister*innen sind Ansprechpartner für Bürger und helfen bei Veranstaltungen oder Kunstaktionen. Sie bauen temporäres Mobiliar auf und ab, schauen nach dem Rechten, betreuen einen ‚Sportkiosk‘ als Modellprojekt für das Sportamt, etc.
  • EbertPlatzWart-Projekt: Ein Schulwegprojekt in Kooperation mit den städtischen Streetworkern
  • Kinder-Radiowerkstatt sowie weiterhin enge Kooperation mit dem Bürgerzentrum Alte Feuerwache
  • Kulturprojekt Platzhirsche: Ein Förderprojekt im Länderprogramm ‚Kultur macht Platz‘ mit Videowerkstatt
  • Modellbau-Aktion mit dem Bund Deutscher Architekten.
  • Osterferienprogramm: Spielmobil und Kinder-/Familienkonzerte
  • 3 Konzertreihen + 1 Filmreihe auf der Platzfläche und im Kronleuchtersaal
  • Kunstinstallationen: Umbau von fünf defekten Rolltreppen in Kunstinstallationen, unter anderem mit Lichtkunst
  • Planet Ebertplatz: Diskursive Vortragsreihe mit fünf bis acht Veranstaltungen zur Zukunft und städtebaulichen Potenzialen des Ebertplatzes, unter Beteiligung renommierter Wissenschaftler und auch lokalen Spezialisten aus den Bereichen Kunst, Kultur, Städtebau, Architektur, Wirtschaft u.a.m.
  • Mehrere Forschungs- und Entwurfsprojekte nationaler und internationaler Hochschulen, unter anderem aktuell 3 Bachelor- und Masterarbeiten (2 weitere sind bereits abgeschlossen), Ausstellung der Architekturfakultät der TH Köln im April
  • Köln International School of Design (KISD): Einzug und regelmäßige Lehrtätigkeit der KISD im Kunstraum Tiefgarage, gemeinschaftliche Nutzung als sogenannte ‚Gemeinde Köln‘ in Kooperation mit wechselnden Künstlerinnen und Künstlern, KISD, Brunnen e.V. und ‚Schule der politischen Hoffnung‘
  • Lesungen und Lesereihen u.a. mit afrikanischstämmigen Autorinnen
  • Urbaner Sport: Stationäre und mobile Angebote, Skate- und BMX-Obstacles, (Cross-)Boccia, Sport-Kiosk in Kooperation mit dem Sportamt und Landessportbund, weiterhin regelmäßig sonntags Yoga, etc.
  • Inklusiver Ebertplatz: Square Dance, Kinderprogramm, Beteiligungsplattform, etc.
  • Ebert-Markt: Zwei kreative, nachhaltige Marktkonzepte
  • Urban Gaming: Lichtkunstprojekt mit nächtlichen Lichtakzenten auf dem Platz für den Herbst
  • Vorbereitung des Winterprogramms 2019/20
  • Umfangreiches Ausstellungsprogramm des Brunnen e.V. inklusive Vernissagen, Finnissagen, Passagen, ArtCologne, Sommerfest, etc.
  • Regelmäßige Treffen aller fünf Arbeitsgruppen im African Drum, Vorstellung und Diskussion weiterer Projektanträge für 2019, Plenum aller Zwischennutzerinnen und Zwischennutzer Ende März 2019 sowie Angebot: ‚Ebertplatz mitmachen‘ an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger an jedem dritten Montag im Monat

11.12.2018

Eisbahn auf dem Ebertplatz bis Januar 2019
Eisstockschießen ab Freitag auf separater Bahn – Kostenfrei für Schulklassen

Aufgrund des großen Erfolgs der Eisbahn auf dem Ebertplatz werden die Stadt Köln und die KölnBäder GmbH den Betrieb über den Jahreswechsel hinaus bis zum Ende der Weihnachtsferien (Sonntag, 6. Januar 2019) ausweiten. Die Bahn wurde in den vergangenen Wochen vor allem von jungen Familien mit kleinen Kindern intensiv genutzt.

Damit die Eisfläche komplett zum Schlittschuhlaufen genutzt werden kann, wird außerdem ab dem morgigen Mittwoch, 12. Dezember 2018, eine zweite Eisfläche aufgebaut, die nur für das Eisstockschießen vorgesehen ist. Die Fläche ist ab kommenden Freitag, 14. Dezember 2018, in Betrieb. Die Nutzungszeiten entsprechen denen der Eislaufbahn. Buchungen nimmt die KölnBäder GmbH ab sofort entgegen.

Eine Neuerung gibt es auch für die Nutzung der Eislaufbahn. Nach wie vor steht sie dienstags den ganzen Tag kostenfrei zur Verfügung. Zusätzlich besteht ab sofort die Möglichkeit für Schulklassen, sie montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 14 Uhr kostenfrei zu nutzen. Voraussetzung dafür ist die vorherige Anmeldung per Mail bei der städtischen „Stabstelle Events“. Buchungsanfragen können an die E-Mail-Adresse

stabstelle-events@stadt-koeln.de gerichtet werden.

An zwei Samstagnachmittagen bis Weihnachten wird die Eisbahn am Ebertplatz durch ein zusätzliches, von der Stadt Köln gefördertes, Begleitprogramm ergänzt: Am 15. Dezember und 22. Dezember 2018 gibt es zwischen 14 und 18 Uhr mit einem Musikprogramm, einem Kinderbuchkino und selbstgebackenen Waffeln Angebote, die sich insbesondere an Familien mit Kindern richten. Organisiert werden sie von der AG Partizipation und der Alten Feuerwache.

An allen kommenden Samstagabenden bis zum 5. Januar 2019 sind zudem Tanz- und Musikbegeisterte zur Eisdisko eingeladen. Zwischen 19 und 21 Uhr spielen Discjockeys und DJanes ein buntes Musikprogramm. Organisator ist das „dublab Radio“, das bereits im Sommer regelmäßig zum Büdchenradio und zur Büdchenmusik am Ebertplatz eingeladen hatte.

26.11.2018

Auf das Wasser folgt Eis – Oberbürgermeisterin Reker eröffnet Eislaufbahn auf dem Ebertplatz

Vom 26. November bis 23. Dezember 2018 bietet die Stadt Köln gemeinsam mit der KölnBäder GmbH auf dem Ebertplatz ein neues Freizeitangebot für Klein und Groß an. Die etwa 15 mal 15 Meter große, quadratische Bahn, auf der auch Eisstockschießen möglich ist, wird täglich betrieben.

Die Bahn wurde am heutigen Montag, 26. November 2018, von Oberbürgermeisterin Henriette Reker eröffnet: „Nach der schönen Zeit in den Sommermonaten, seitdem es für den Brunnen wieder hieß ‚Wasser marsch!‘, können wir nun auf dem Ebertplatz ein winterliches Freizeitvergnügen anbieten. Der Platz wird nach den vielen, gerne angenommenen Projekten, Initiativen und Mitmach-Aktionen in den vergangenen Monaten nun erneut belebt. Wir hoffen, dass das Angebot gut angenommen wird und sich der Platz auch in den bevorstehenden Adventswochen zu einem gerne besuchten Treffpunkt entwickelt.“

Gemeinsam mit der KölnBäder GmbH ist es der Stadt gelungen, auf dem Platz in kurzer Zeit für die Winter- und Weihnachtszeit einen neuen Anziehungspunkt, insbesondere für Kinder und ihre Eltern, einzurichten. Während die Kinder auf dem Eis ein paar Runden drehen, können die Eltern bei Kakao, Glühwein oder Fruchtpunsch gemeinsam die Adventszeit auf dem Platz genießen oder auch selbst zum Laufen oder Eisstockschießen auf das Eis gehen. Montags bis samstags kann die Eisbahn ab 17 Uhr zusätzlich als Eisstockbahn von Gruppen mit bis zu acht Personen gebucht werden.

Die Aufbauarbeiten der Eisbahn hatten am 20. November 2018 begonnen. Wie auch bei den anderen, vielfältigen Projekten und Veranstaltungen, die in diesem Jahr auf dem Ebertplatz stattgefunden haben (siehe: www.unser-ebertplatz.koeln/vergangene-projekte), handelt es sich auch bei der Eisbahn um ein Pilotprojekt. Mit dem vom Rat am 20. März 2018 beschlossenen Zwischennutzungskonzept „INTERIM Ebertplatz 2018-2020“ soll der Platz belebt werden. Gleichzeitig gilt es, Veranstaltungsformate und kleine temporäre Umgestaltungen zu testen, damit die gewonnenen Erkenntnisse in die ab 2021 geplante Umgestaltung einfließen können. Die Eisbahn folgt dabei dem Ansatz der Brunnenwiederinbetriebnahme und hat zum Ziel, vor allen Dingen Familien und Kindern eine kurzweilige Winter-Freizeitattraktion zu bieten.

Nun wird mit Spannung erwartet, wie das Angebot in den kommenden Wochen angenommen wird. Bei entsprechender Nachfrage kann sich die Stadt vorstellen, die Laufzeit der Eisbahn zu verlängern und auch die Öffnungszeiten anzupassen.

Einige Informationen zum Betrieb der Eisbahn:

  • Die Bahn wird vom 26. November bis 23. Dezember 2018 betrieben.
  • Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 14 bis 20 Uhr, freitags von 14 bis 21 Uhr, samstags von 11 bis 21 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr.
  • Auf der Eisfläche können – außer sonntags – zwei mobile Bahnen zum Eisstockschießen eingerichtet werden.
  • Der Eintritt beträgt für die Tageskarte 4 Euro für Erwachsene und 2 Euro für Kinder.
  • Das Ausleihen von Schuhen kostet 3 Euro (zusätzlich werden 10 Euro Pfand fällig).
  • An den vier Dienstagen 27. November sowie 4., 11. und 18. Dezember 2018 haben Familien freien Eintritt.
  • Kinder bis sechs Jahre dürfen immer gratis fahren.

 

1.6.2018

Stadt schreibt Projekt am Ebertplatz aus
Titel: „Neue Zugänge zum Ebertplatz“ – Kunst im öffentlichen Raum“

Der Ebertplatz soll noch mehr Raum für kreative Ideen und Beteiligung bieten. Mit einer städtischen Ausschreibung werden die stillgelegten Rolltreppen am Ebertplatz zu Orten der Kunst. Das Kulturamt lobt einen öffentlichen Kunstwettbewerb plus ausgewählter namentlicher Zuladung zur künstlerischen Gestaltung der sechs Treppenaufgänge und -abgänge inklusive stillgelegter Rolltreppen am Ebertplatz für die Jahre 2018 bis 2020 (Installationsdauer: sechs Monate bis zwei Jahre) aus. Die Ausschreibung richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler, interdisziplinäre Künstlerinnen- und Künstler-kollektive, Kuratorinnen und Kuratoren, Architektinnen und Architekten, Designerinnen und Designer, die bereits künstlerische Projekte im öffentlichen Raum realisiert haben.

Gesucht werden temporäre Konzepte (Dauer/Haltbarkeit: sechs Monate oder länger, maximal zwei Jahre, Zeitraum: Juli 2018 bis Juli 2020) für die künstlerische Gestaltung von jeweils einer oder mehreren der sechs stillgelegten Rolltreppen am Ebertplatz inklusive Treppenaufgänge und -abgänge, die räumliche, gestalterische, konzeptionell-inhaltliche und/oder funktionale Innovationen vorschlagen. Alle künstlerischen Formen-sprachen und Ausdrucksweisen des aktuellen Kunstdiskurses sind erlaubt. Besonderes Gewicht bei der Auswahl haben innovative, überraschende, für alle Altersstufen ver-ständliche Konzepte oder Gestaltungen. Ferner Projekte, die in Partizipation entstehen oder sich weiterentwickeln.

Es erfolgt eine technische Vorprüfung durch die zuständigen Ämter der Stadt Köln.

Eine Jury, bestehend aus Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren, Historikerinnen und Historikern, Architektinnen und Architekten sowie Vertreterinnen und Vertretern der „AG Platzgestaltung“ und der Verwaltung (Kulturamt, Stadtraummanagement), wählt im Juli aus den eingereichten Projekten aus und erarbeiten einen Fördervorschlag. Die Förderzusage erteilt das Kulturamt der Stadt Köln.

Voraussetzung für eine Förderung ist das Vorliegen notwendiger und für die Realisierung unumgänglicher ordnungsrechtlicher Genehmigungen. Die Förderabwicklung erfolgt durch das Kulturamt. Die technische Betreuung und praktische Umsetzung betreut das beim Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen angesiedelte Stadtraummanagement.

Mit den Wettbewerbseinreichungen sollen alle sechs stillgelegten Rolltreppen beziehungsweise Treppenabgänge und -aufgänge gestaltet werden. Das Projektbudget je Einzelintervention/-gestaltung liegt bei maximal 12.000 Euro brutto. Es ist auch möglich, für den Treppenaufgang und -abgang am Eigelsteintor einen Entwurf für beide Rolltrep-pen einzureichen. Theoretisch ist auch ein Gesamtkonzept für alle sechs stillgelegten Rolltreppen denkbar. Für Letzteres ist dann ein Gesamtbudget von sechs mal 12.000 Euro (72.000 Euro brutto) die finanzielle Obergrenze. Erste Projektvorschläge sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 realisiert werden.

Weitere Einzelheiten zum Projekt und zu den einzureichenden Unterlagen für die Projektanträge finden Sie hier.

Auskünfte erhalten Interessierte auch beim Kulturamt der Stadt Köln, Referat Bildende Kunst: Literatur und Neue Medien:
Nadine Müseler nadine.mueseler@stadt-koeln.de, Telefon 0221/221-23643 oder
Beate Riebesam beate.riebesam@stadt-koeln.de, (Mo/Di/Fr)), Telefon 0221/221 -23843.

Am 14. Juni um 14 Uhr findet ein freiwilliges Rückfragenkolloquium am Ebertplatz (Treffpunkt: African Drum) statt. Es wird ca. 1,5 Stunden dauern. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail bis zum 8. Juni 2018 an beate.riebesam@stadt-koeln.de mit dem Hinweis, welche technischen Fragen beim Ortstermin zu klären sind.

Einsendeschluss für die Projektanträge ist am Montag, 2. Juli 2018.

 

19.4.2018

Kulturprogramm auf dem Ebertplatz
Kulturdezernentin: „Positive Impulse durch Kunst und Kultur“

Seit dem gestrigen Mittwoch, 18. April 2018, läuft das von der Stadt Köln unterstützte Kulturprogramm auf dem Ebertplatz, das neben der geplanten Gastronomie, wechselnden Märkten, der Wiederinbetriebnahme des Brunnens, einer adäquaten Beschilderung, neuen Sitzgelegenheiten, einer Bepflanzung und der künstlerischen Gestaltung der stillgelegten Treppen neue Facetten und Potentiale des Ebertplatzes zeigen und ihn wiederbeleben soll. Der Rat der Stadt Köln hatte im März 2018 eine Intensivierung der Aktivitäten auf der Platzfläche beschlossen.

„Kunst und Kultur können den Ebertplatz positiv verändern“, zeigt sich Susanne Laugewitz-Aulbach überzeugt und betont: „Ich bin froh, dass der Kunstort Ebertplatz Bestand hat und im Zwischennutzungskonzept und hoffentlich auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Denn im gerade entstehenden Kulturentwicklungsplan für Köln geht es vor allem um den Erhalt der Räume für die Kunst und Kultur, womit auch der öffentliche Raum gemeint sein kann.“

Neben den jährlichen 30.000 Euro Förderung der freien Kunsträume stellt die Stadt Köln für Kunst- und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Zwischennutzungskonzeptes eine jährliche Unterstützung von bis zu 100.000 Euro bereit. Das Zwischennutzungs-Plenum aus allen bisherigen Arbeitsgruppen (AG Partizipation, AG Formale Struktur, AG Gewerbliches, AK Kultur und Veranstaltungen, AG Temporäre Gestaltung, AG Öffentlichkeitsarbeit) und Vertretern der Verwaltung hat zunächst drei Formate ausgewählt. Im Laufe des Jahres werden weitere Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz folgen.

Die FAR OFF, die parallel zur Art Cologne stattfinden wird, bietet vom 18. bis 21. April 2018 auf dem Ebertplatz ein nicht kommerzielles Kunstprogramm, das Installationen, Performances, Videokunst, Soundart und Musik von über 40 Künstlern umfasst. Die FAR OFF ist täglich von 16 bis 23 Uhr zu erleben und findet in Kooperation mit einer Reihe von kulturellen Initiativen statt (unter anderem dem Videokunstfestival „Play“, Dub- lab, dem King Georg Büdchen, Silksession). Ein Teil des Programms wird in einem durchsichtigen und aufblasbaren Raum, genannt Pneu, zu sehen sein, der als temporärer Raum erstmals in der Ebertplatzpassage aufgestellt wird. Geleitet wird die FAR OFF von der Kuratorin Maria Wildeis, die seit 2015 das Programm des Kunstraumes „Tiefgarage“ am Ebertplatz gestaltet, und dem freiberuflichen Kölner Architekten Jonathan Haehn. Die Stadt Köln fördert die FAR OFF 2018 mit 9.000 Euro.

Ab 25. Mai 2018 ist das Kunst-, Performance- und Musikprojekt „Wasser marsch!“ von Grischa Göddertz und Stefanie Klingemann geplant. Es soll seinen Höhepunkt Mitte Juli 2018 am Tag der Wiederinbetriebnahme der wasserkinetischen Plastik des verstorbe- nen Wolfgang Göddertz haben. Parallel dazu werden eine erste Retrospektive des Frühwerks von Wolfgang Göddertz im Kunstraum LABOR und eine Ausstellung mit Do- kumentation von vorangegangenen Wettbewerbsausschreibungen und Einreichungen zur Gestaltung des Ebertplatzes sowie Presseartikeln, ergänzt durch Zeitzeugenberich- te, historisches Filmmaterial vom Ebertplatz und Gesprächen mit Kennern der Platzgeschichte zu sehen sein. Die Stadt Köln fördert das zweiwöchige Programm „Wasser marsch!“ (25. Mai bis 9. Juni 2018) mit 8.000 Euro.

Ein Intermezzo bildet das AIC ON-Wochenende am 16. und 17. Juni 2018, das ebenfalls ein Sonderprogramm mit Führungen und Musikveranstaltungen in den Kunsträumen plant. AIC ON ist die gemeinsame Veranstaltung des Netzwerkes AIC (Art Initiatives Cologne) der rund 40 freien, nicht kommerziellen Kunsträume und Initiativen Kölns.

Das dritte größere Kunstprojekt mit dem Titel „Alles Andere“, zeigt Installationen von fünf Künstlern im Außenraum, darunter eine skulpturale Arbeit von Tobias Becker („Der gute Geist“ des Ebertplatzes) und eine temporäre Bühnenskulptur von Julia Bünnagel, die ihr selbst und auch weiteren Künstlern für Musik- und Tanzperformances dienen wird. Die umliegenden Wände werden mit einer Fotoserie von Martin Plüddemann ge- staltet. Diane Müller verleiht den sechseckigen Säulen in der Unterführung der Passage durch eine Polsterung eine ganz neue räumliche Bedeutung, sämtliche emotionale Gefühlszustände können dann an den Säulen ausgelebt werden. Am Eröffnungstag, dem 7. Juli 2018, wird zudem die Arbeit „Secco Bianco“ von Pascal Fendrich und Martin Plüddemann gezeigt, bei der das Publikum durch seine Teilnahme die Skulptur in eine andere transformiert. Die Stadt Köln fördert das Ausstellungs- und das Veranstaltungsprogramm mit 9.200 Euro. Parallel mit der Abschlussveranstaltung von „Alles Andere“ am 20. Juli 2018 findet das jährliche Sommerfest der Kunsträume am Ebertplatz statt.

Weitere Veranstaltungen werden ab Mitte Mai 2018 unter www.unser-ebertplatz.koeln angekündigt. Ideen für konkrete Veranstaltungen können über ein Online-Formular an die Stadtverwaltung übermittelt und nach einer ersten Prüfung und Konsensbildung mit den Arbeitsgruppen und Akteuren vor Ort auch persönlich vorgestellt werden. Die Arbeitsgruppen Partizipation, Kultur und Veranstaltungen sowie Temporäre Gestaltung, welche im Zuge der Entwicklung des Zwischennutzungskonzeptes entstanden sind, bleiben vorerst bestehen. Sie sind mit ihren regelmäßigen Treffen eine Anlaufstelle für am Prozess und am Ebertplatz interessierte Veranstalter und Bürger ebenso wie ein Ideengenerator für Aktionen in den Jahren 2019 und 2020.

Fragen zum Kulturprogramm auf dem Ebertplatz beantworten Johannes Geyer, Stadtraummanagement, Dezernat Stadtentwicklung, Planen und Bauen, E-Mail: ebertplatz@stadt-koeln.de, und Nadine Müseler, Referat für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien im Kulturamt, Telefon: 0221/221-23643. Dort können Interessierte auch ergänzendes Bildmaterial anfordern

Link zum PDF: Kultursaison April-Juni 2018, Ebertplatz